Zeitungsreise: Geschichte Erleben

Chronik

1822

Überblick
Das Jahr 1822 war in den Quellen stark von historischen und ortsgeschichtlichen Abhandlungen über Adelshäuser, Burgen und Sprachinseln geprägt. Gleichzeitig zeigten regionale Spenden- und Solidaritätsaktionen für Brandopfer und soziale Einrichtungen eine ausgeprägte gesellschaftliche Fürsorge. Philologische Studien und topografische Beschreibungen ergänzten das wissenschaftliche und kulturelle Bild dieser Periode.

Monate

Artikel

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Topographie: Beschreibung der Umgebung von Meran – Die Familie Ladurner

Der vierte und letzte Teil der Beschreibung der Umgebung von Meran widmet sich der Geschichte der Familie Ladurner und ihres Stammhofes. Über mehr als fünf Jahrhunderte lässt sich die ununterbrochene Erbfolge der Familie auf ihrem Hof nachweisen. Zudem werden die historischen Wappen der Familie Ladurner sowie deren heraldische Details ausführlich beschrieben.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Topographie: Beschreibung der Umgebung von Meran (Teil 3)

Die historische Beschreibung erläutert Kirchen und Schlösser der Meraner Umgebung, darunter St. Valentin in Mais, St. Katharina in der Schart bei Hafling sowie die Burg Juval. Zudem werden ortsgeschichtliche Ereignisse von der Spätantike über das Mittelalter bis zu den Napoleonischen Kriegen geschildert.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Topographie: Beschreibung der Umgebung von Meran (Schloss Tirol)

Dieser Auszug aus dem Jahr 1822 beschreibt die Lage, die Architektur und die wechselvolle Geschichte von Schloss Tirol. Nach Plünderung und drohendem Abbruch im Jahr 1808 wurde das Schloss 1814 durch die Stadt Meran zurückerworben, dem Kaiser übergeben und wiederhergestellt. Zudem werden der Panoramablick über das Burggrafenamt sowie historische Kämpfe in der Umgebung geschildert.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Hilfsaktionen in Bozen nach der Brandkatastrophe von Imst

Nach dem verheerenden Brand im Markt Imst wurde in Bozen ein Aufruf zu Spenden und Hilfsaktionen gestartet. Geistliche, Behörden, Vereine und Schulen beteiligten sich rasch an der Sammlung von Geld, Mitteln und Kleidung. Innerhalb von zwei Tagen konnten bedeutende Beträge und Sachspenden für die Brandopfer bereitgestellt werden.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Ueber die deutschen Alpenbewohner des Süd-Tirols und des angränzenden venetianischen Gebiets

Diese Beilagen zur statistischen Abhandlung über die deutschen Sprachinseln im Südtiroler und venetianischen Raum enthalten zwei Sprachproben. Neben einem privaten Brief aus Vicenza in zimbrischer Sprache samt deutscher Übersetzung wird eine Urkunde des Pfarrers und Notars Lindrick aus Pergine aus dem Jahr 1218 wiedergegeben.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Über die deutschen Alpenbewohner des Süd-Tirols

Der Artikel untersucht die Herkunft der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol und angrenzenden venetischen Gebieten. Der Autor argumentiert gegen die reine Cimbren-Theorie und vertritt die Ansicht, dass die deutschen Alpenbewohner Ureinwohner der Region sind, deren Dialekt nahe am Nordtirolerischen blieb. Historische Flurnamen und Dokumente aus dem 13. und 14. Jahrhundert belegen die kontinuierliche Präsenz deutscher Sprache in Tälern wie dem Valsugana und Fleimstal.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Ueber den Ursprung der deutschen Alpenbewohner Südtirols

Dieser vierte Teil des Aufsatzes in der Beilage des Boten für Tirol befasst sich mit den Theorien zur Herkunft der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol und den angrenzenden venezianischen Tälern. Der Autor hinterfragt die gängige Lehre einer Abstammung von den Cimbren nach der Schlacht von Vercelli oder Verona. Er vermutet stattdessen, dass im Gebirge bereits altansässige deutsche Völkerstämme lebten, mit denen sich flüchtende Cimbren lediglich vermischten.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Über die deutschen Alpenbewohner Südtirols: Volkscharakter und Industrie

Der vierte Teil der Abhandlung beschreibt die Arbeits- und Erwerbsweisen der deutschen Sprachinseln im Trentino und Venetien, insbesondere aus Folgaria, Lavarone, Pergine und dem Fersental. Neben dem Mauerbau und der Herstellung von Holzgeräten wird der weiträumige Bildeinzelhandel beschrieben, den Händler aus dem Fersental bis nach Osteuropa und an die osmanische Grenze betrieben. Ihre Verträge beruhten auf mündlichem Vertrauen und ungeschriebenen Bräuchen.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Die deutschen Alpenbewohner Südtirols und der Sette Comuni: Volkscharakter und Gewerbe

Ein historisch-statistischer Überblick beschreibt den Charakter, die Lebensweisen und Erwerbszweige der deutschen Bevölkerung in Südtirol und den Sette Comuni. Neben den militärischen Sonderrechten unter der Republik Venedig werden Wohnverhältnisse, Hausierhandel und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Tabak- und Strohhutherstellung beleuchtet.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Die deutsche Mundart der Alpenbewohner Südtirols und der Sette Comuni

Eine sprachgeschichtliche Untersuchung beschreibt die deutsche Mundart der deutschsprachigen Sprachinseln im Trentino und Vicentino, darunter die Sette Comuni. Trotz italienischer Schul- und Kirchensprache blieb der alpenländische Dialekt erhalten, weist aber italienische Einflüsse und altertümliche Formen auf. Der Beitrag vergleicht diese Sprachformen mit den nordtirolischen Dialekten und verweist auf das vergleichende Wörterbuch von Simon Peter Bartolomei aus dem Jahr 1760.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Zur Geschichte der Knillenberger in Obermais (1. Teil)

Eine historische Abhandlung über das Adelsgeschlecht der Knillenberger, deren Stammvater Andreas Knilling 1506 geadelt wurde und deren Sitz sich über Jahrhunderte in Obermais befand. Der erste Teil beleuchtet die Familiengeschichte, militärische Verdienste und Verwaltungsämter der ersten Generationen im 16. und 17. Jahrhundert.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Historische Betrachtungen über die ehemaligen Feuersbrünste und die Bevölkerung von Bozen

Ein Artikel im Boten für Tirol befasst sich mit den historischen Feuersbrünsten in Bozen, insbesondere dem Großbrand von 1224. Unter Rückgriff auf zeitgenössische Abhandlungen über mittelalterliche Städte wird die hohe Opferzahl und die damalige Bevölkerungsdichte erklärt. Freiherr von Hormayr stützt zudem die Annahme einer damals im Vergleich zu heute bedeutend größeren Bevölkerung.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Wohlthätigkeit und Spenden für Armenfonds in Bozen, Sillian und Schlanders

Im Jahr 1822 erbrachten Spenden aus dem Verkauf von Entschuldigungskarten in Bozen und dem Gerichtsbezirk Schlanders 480 Gulden für den Bau eines Zwangs-Arbeitshauses. Insbesondere der Bauernstand in Schlanders trug maßgeblich dazu bei. Auch in Sillian wuchs die vom Landrichter Kaspar von Ottenthal initiierte Spendenaktion für Hausarme statt traditioneller Neujahrswünsche.

Ende des Archivs erreicht.