Zeit(ungs)reise: Geschichte Erleben

Chronik

April 1822

Überblick
Im April 1822 dokumentieren historische und sprachwissenschaftliche Berichte die Lebensverhältnisse und Dialekte der deutschsprachigen Sprachinseln in Südtirol, Trentino und Venetien. Die Untersuchungen beleuchten tradierte Erwerbszweige wie den Hausierhandel sowie den Erhalt altertümlicher Mundarten trotz des italienischen Einflusses. Dabei werden sprachliche Verbindungen zu Nordtirol sowie historische Besonderheiten dieser alpenländischen Gemeinschaften aufgezeigt.

Artikel

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Über die deutschen Alpenbewohner des Süd-Tirols

Der Artikel untersucht die Herkunft der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol und angrenzenden venetischen Gebieten. Der Autor argumentiert gegen die reine Cimbren-Theorie und vertritt die Ansicht, dass die deutschen Alpenbewohner Ureinwohner der Region sind, deren Dialekt nahe am Nordtirolerischen blieb. Historische Flurnamen und Dokumente aus dem 13. und 14. Jahrhundert belegen die kontinuierliche Präsenz deutscher Sprache in Tälern wie dem Valsugana und Fleimstal.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Ueber den Ursprung der deutschen Alpenbewohner Südtirols

Dieser vierte Teil des Aufsatzes in der Beilage des Boten für Tirol befasst sich mit den Theorien zur Herkunft der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol und den angrenzenden venezianischen Tälern. Der Autor hinterfragt die gängige Lehre einer Abstammung von den Cimbren nach der Schlacht von Vercelli oder Verona. Er vermutet stattdessen, dass im Gebirge bereits altansässige deutsche Völkerstämme lebten, mit denen sich flüchtende Cimbren lediglich vermischten.

Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter

Über die deutschen Alpenbewohner Südtirols: Volkscharakter und Industrie

Der vierte Teil der Abhandlung beschreibt die Arbeits- und Erwerbsweisen der deutschen Sprachinseln im Trentino und Venetien, insbesondere aus Folgaria, Lavarone, Pergine und dem Fersental. Neben dem Mauerbau und der Herstellung von Holzgeräten wird der weiträumige Bildeinzelhandel beschrieben, den Händler aus dem Fersental bis nach Osteuropa und an die osmanische Grenze betrieben. Ihre Verträge beruhten auf mündlichem Vertrauen und ungeschriebenen Bräuchen.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Die deutschen Alpenbewohner Südtirols und der Sette Comuni: Volkscharakter und Gewerbe

Ein historisch-statistischer Überblick beschreibt den Charakter, die Lebensweisen und Erwerbszweige der deutschen Bevölkerung in Südtirol und den Sette Comuni. Neben den militärischen Sonderrechten unter der Republik Venedig werden Wohnverhältnisse, Hausierhandel und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Tabak- und Strohhutherstellung beleuchtet.

Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

Die deutsche Mundart der Alpenbewohner Südtirols und der Sette Comuni

Eine sprachgeschichtliche Untersuchung beschreibt die deutsche Mundart der deutschsprachigen Sprachinseln im Trentino und Vicentino, darunter die Sette Comuni. Trotz italienischer Schul- und Kirchensprache blieb der alpenländische Dialekt erhalten, weist aber italienische Einflüsse und altertümliche Formen auf. Der Beitrag vergleicht diese Sprachformen mit den nordtirolischen Dialekten und verweist auf das vergleichende Wörterbuch von Simon Peter Bartolomei aus dem Jahr 1760.

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