Zeitungsreise: Geschichte Erleben

Chronik

September 1852

Überblick
Im September 1852 prägten die verheerenden Folgen der Traubenkrankheit und Kartoffelfäule die Landwirtschaft und die Lebensmittelpreise in Meran. Während ein Landwirt die Ausbreitung des Echten Mehltaus durch feuchtwarmes Wetter und Südwinde analysierte, hielt der Zustrom von Kurgästen trotz der Sommerhitze an. Zudem markierte der Monat den Schuljahresbeginn am Gymnasium, wo die Redifianische Stiftung die Errichtung eines Konvikts plante.

Artikel

Bekämpfung der Traubenkrankheiten.

Die Werkzeuge, um diese Methode im Großen anzuwenden, sind eine Handspritze und ein Blasbalg. Zu deren schnellen Handhabung sind zwei Arbeiter nöthig, von denen der Eine spritzt, der andere ihm auf dem Fuße folgt und mit dem Blasbalge bestäubt. Die Abbildung folgt hier, B ist eine Büchse aus Weißblech, welche an das Blasbalgrohr gelöthet ist. C ist deren Deckel aus Messing, welcher mittelst einer Schraube die Büchse schließt. In der Büchse selbst ist das Pulver der Schwefelblüthe enthalten und fällt durch ein feines im Boden der Büchse angebrachten Sieb in die Röhre des Blasbalges. Um das Durchsieben des Pulvers zu bewirken, ist der eiserne Hammer D angebracht. Dessen Stiel besteht aus einem schmalen Eisenbande, welches bei jeder Oeffnung des Blasbalges an die Eisenstange E stößt und dadurch eine Schnellkraft erzeugt mit welcher der Hammer an die untere Seite des Blasbalgrohres klopft und so das Pulver herunterschüttelt. Herr Gonthier hat diesen Blasbalg erfunden;

1850er4 Schlagwörter
Der Bote für Tirol1850er5 Schlagwörter

Ernteaussichten, Teuerung und Schulbeginn in Meran

Ein Bericht aus Meran beleuchtet die Folgen von Traubenkrankheit und Kartoffelfäule auf Ernte und Lebensmittelpreise. Zugleich wird über den anhaltenden Zustrom von Kurgästen trotz Sommerhitze sowie den Schuljahresbeginn am Gymnasium berichtet, wo die Redifianische Stiftung die Errichtung eines Konvikts plant.

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