Todesopfer nach Wolkenbruch und Erdrutsch in Gratsch
Nach einem verheerenden Wolkenbruch in Gratsch wurden die Leichen der vier vermissten Personen geborgen, darunter ein 15-jähriger Knabe. Insgesamt forderte das Unwetter neun Menschenleben.
Vollständige Transkription
Tagesbericht.
Meran, 9. Juli. Drei männliche Leichname der bei der Erdüberschüttung in Gratsch vermißten vier Personen wurden gestern noch ausgegraben, der vierte, ein 15jähriger Knabe, wurde heute ebenfalls todt unter dem Herde der Küche, wohin er sich geflüchtet zu haben scheint, aufgefunden. Es sind durch diesen Wolkenbruch somit neun Menschenleben zu Grunde gegangen.
Auch in diesem Monat
- Der Bote für Tirol1850er4 Schlagwörter
Konstituierung der freien Gemeinde Meran und Wahl von Bürgermeister Joseph Haller
Die Bürger von Meran feierten am 11. Juli 1850 im Gasthof zur Post die Konstituierung ihrer ersten freien Gemeinde und die Wahl von Joseph Haller zum Bürgermeister. In Anwesenheit von Bezirkshauptmann Kopp und weiteren Honoratioren wurden feierliche Ansprachen und Toaste auf das Kaiserhaus und die neue kommunale Selbstverwaltung gehalten.
- Tiroler Zeitung - Wochenblatt für Katholiken1850er4 Schlagwörter
Bergung der Todesopfer nach dem Erdrutsch in Gratsch
Nach einem verheerenden Wolkenbruch in Gratsch bei Meran wurden die sterblichen Überreste der vier noch vermissten Personen geborgen, darunter ein 15-jähriger Junge. Die Unwetterkatastrophe forderte damit insgesamt neun Menschenleben.
- Bozner Zeitung1850er4 Schlagwörter
Schwere Unwetterkatastrophe in Gratsch und Allgund
In der Nacht zum 8. Juli 1850 führten schwere Wolkenbrüche über Algund und Gratsch zu verheerenden Murgängen. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, Kulturgründe verwüstet und mehrere Menschen getötet oder verschüttet.
- Der Bote für Tirol1850er4 Schlagwörter
Verheerendes Unwetter über Gratsch und Algund
Ein schweres Unwetter mit Hagel und Wolkenbruch löste in Gratsch und Algund verheerende Murenabgänge aus. Mehrere Anwesen wurden zerstört und forderten Todesopfer sowie Vermisste, während weite Teile der landwirtschaftlichen Flächen verwüstet wurden.
- Tiroler Zeitung - Wochenblatt für Katholiken1850er4 Schlagwörter
Schweres Unwetter und Vermurungen im Meraner Raum
In der Nacht auf den 7. Juli 1850 richtete ein verheerender Wolkenbruch in Algund, Gratsch, Plarsch und St. Peter schwere Schäden an. Muren zerstörten mehrere Gebäude sowie die Kirche in Gratsch, forderten Menschenleben und verwüsteten die landwirtschaftlichen Kulturen.
1850 im Überblick
Das Jahr 1850 war in Meran durch wichtige administrative Neugliederungen wie die Erhebung zur Bezirkshauptmannschaft und die Konstituierung der ersten freien Gemeinde geprägt. Gleichzeitig prägten infrastrukturelle und bildungspolitische Entwicklungen das Stadtbild, während Naturkatastrophen wie der schwere Wolkenbrüch im Juli und der Brand in Obermais große Schäden verursachten. Auch überregionale Themen wie die Ankunft von Erzherzog Rainer und Eisenbahnplanungen standen im Fokus der Berichterstattung. →
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"Todesopfer nach Wolkenbruch und Erdrutsch in Gratsch." Bozner Zeitung, 17. Juli 1850. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/2/1/17.07.1850/20017/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1850-07-17-todesopfer-nach-wolkenbruch-und-erdrutsch-in-gratsch