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Übersicht der Heilquellen in Tirol und Vorarlberg

Zusammenfassung

Eine Übersicht beschreibt verschiedene Heil- und Mineralquellen in Tirol, darunter das Taufererbad bei Tscherms, Bad Kochenmoos und Quellen im Vinschgau. Ergänzend wird über eine Pariser Preisverleihung für eine medizinische Abhandlung über Mais als Nahrungsmittel berichtet.

Vollständige Transkription

Anhang.

Uebersicht der Heilquellen von Tirol und Vorarlberg. 4/4

(Beschluß.)

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Schlaneid oder Terlan im Botzenerkreise ist gegenwärtig unbenützt.

Zu Sgmus bei Tschengels im Landgerichte Schlanders quillt eine Natron-Eisenquelle, welche seit mehreren Jahrhunderten gegen Rheumatalgien, Gicht, Bleichsucht, chronische Ausschläge empfohlen wird; das Bad ist in gutem Zustande und ziemlich besucht, aber die umgebenden Sümpfe machen den Aufenthalt unangenehm.

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Zu Spandin im Vintschgau wurde im 17ten Jahrhunderte eine angebliche Mineralquelle vom Volke gebraucht, heut zu Tage scheint sie vernachlässigt zu werden.

Das Bad Kochenmoos nächst Staben im Botznerkreise, hat eine muriatische Quelle, wird gegen Rheumatalgie, Gicht, chronische Hautkrankheiten angewendet.

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Das Taufererbad bei Löwenberg in der Gemeinde Tscherms im Botznerkreise, ein salziges Eisenwasser, ist in gutem Zustande, wird gegen Gicht, Ausschläge, Lähmungen, Rheumatismen, chronische Geschwüre ziemlich häufig gebraucht.

Zu Terlan im Botznerkreise soll sich eine Schwefelquelle befinden.

Das Thurnerbacherbad in der Gemeinde Eppan ist ein erdig-salziges Eisen- und Schwefelwasser, man empfiehlt es bei Störungen der Verdauung, der Ab- und Aussonderungen, , habituellen Geschwüren, und dieß zwar Dr. Dallatorre, ein Arzt, welcher über 50 Jahre seine Kunst glücklich ausübt.

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Notiz.

Die königl. französische medizinische Akademie hat den vom Pariser Buchhändler Bossange ausgesetzten Preis für die beste Abhandlung über den Mais (Türken), als Nahrungsmittel für den Menschen und insbesondere für Kinder und stillende Frauen, dem Pariser Arzte Dr. Duchesne zuerkannt. Derselbe besteht in einem 1400 Franken kostenden botanische Werke von Redoute.

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Im Jahr 1830 standen regionalgeschichtliche Themen und die Entwicklung des Kur- und Badewesens im Etschkreis und in Tirol im Zentrum der Berichterstattung. Neben detaillierten Analysen der Heilquellen und Kuranstalten um Meran wurden auch biografische Beiträge über Persönlichkeiten wie den Maler Johann Evangelist Holzer sowie landwirtschaftliche Innovationen dokumentiert.

Zitieren & Teilen

"Übersicht der Heilquellen in Tirol und Vorarlberg." Der Bote für Tirol, 16. August 1830. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/16.08.1830/150694/4. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1830-08-16-uebersicht-der-heilquellen-in-tirol-und-vorarlberg