Neujahrsentschlagungskarten und Unterstützung für arme Schulkinder in Mais
In Tirol breitet sich der Brauch aus, gegenseitige Neujahrsbesuche durch den Erwerb von Spendenkarten abzulösen. Die Pfarrei Mais bei Meran sammelte auf diese Weise erstmals eine beachtliche Summe zur Unterstützung bedürftiger Schulkinder.
Vollständige Transkription
Tirol.
Die Kommission in Armensachen.
Innsbruck, den 9. Jän. Aus mehreren Gegenden des Landes Tirol erhält man die Kunde, daß der seit einigen Jahren hier bestehende Gebrauch, anstatt der gegenseitigen Glückwünschungsbesuche bei dem Eintreten des Jahreswechsels Karten gegen Erlag eines willkührlichen Betrags zu einem wohlthätigen Zwecke zu lösen, sich immer mehr verbreite. So hat die Pfarrgemeinde Mais bei Meran in diesem Jahre das erstemal eine nach Verhältniß der Zahl ihrer Gemeindeglieder eben nicht unbedeutende Summe zur Unterstützung armer Schulkinder gesammelt, wofür ihr der kindliche Dank der Betheiligten wurde.
1826 im Überblick
Das Jahr 1826 war in Meran und Umgebung von administrativen Neuerungen, kulturellen Dokumentationen und lokalbedeutsamen Todesfällen geprägt. Während soziale Spendenpraktiken und technische Innovationen wie eine neue Flachsspinnmaschine den Fortschritt begleiteten, widmeten sich historische Abhandlungen der regionalen Kunst- und Kirchengeschichte sowie der Aufarbeitung vergangener Epochen. Zudem stand das Jahr im Zeichen des Gedenkens an prägende Persönlichkeiten wie den verstorbenen Pfarrer und Schulreformer Franz Pöder. →
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"Neujahrsentschlagungskarten und Unterstützung für arme Schulkinder in Mais." Der Bote für Tirol, 12. Januar 1826. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/12.01.1826/150215/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1826-01-12-neujahrsentschlagungskarten-und-unterstuetzung-fuer-arme-schulkinder-in-mais