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Der Maler Christoph Helfenrieder in Meran

Zusammenfassung

Ein biografischer Beitrag zur Kunstgeschichte über den Hofmaler Christoph Helfenrieder, der im 17. Jahrhundert nach Meran floh. Dort schuf er bedeutende Sakralwerke, unter anderem für die Pfarrkirche Meran und das Kartäuserkloster Schnals, bevor er 1635 an einer Pestwelle starb.

Vollständige Transkription

Anhang.

Beitrag zur Kunstgeschichte.

Christoph Helfenrieder, von welchem die Pfarrkirche in Meran noch ein Altarblatt besitzt, die drei Heiligen Fabian, Sebastian und Rochus vorstellend, wie sie ihren Blick in heiliger Betrachtung zum Himmel erheben, wo sich ihnen die allerheiligste Dreifaltigkeit in der Glorie zeigt, lebte im Anfange des siebzehnten Jahrhunderts. Aus seinem Leben ist uns nur folgendes bekannt geworden. Er war Hofmahler zu München und ehelichte dort eine Ideal weiblicher Schönheit, Ursula Tannauer. In der Hitze des aufwallenden Zorns und der Eifersucht tötete einstens H. in München einen Offizier, welcher seiner Gattin öftere Besuche machte, die er sich früher verbath, machte. Nach vollbrachtem Mord verließ H. sein Vaterland und begab sich mit seiner Gemahlin, um verborgener leben zu können, nach Schnals im Vintschgaue. Hier verfertigte er viele Gemälde für das daselbst einst befindliche Karthäuserkloster. Im zweiten Jahrzehnt desselben Jahrhunderts finden wir ihn schon in Meran. Denn 1618 wurde ihm dort ein Sohn geboren, welcher in der h. Taufe den Namen Johann Valentin erhielt. Daß H. mit seinem nunmehrigen Aufenthalte sehr zufrieden gewesen sey, entnehmen wir aus der abschlägigen Antwort, welche er auf alle Anträge gab, die ihm von München aus gemacht wurden, dorthin zurückzukehren. Man versprach ihm gänzliche Vergessenheit des Vergangenen, sicheres Geleit, nebst vielen andern Vortheilen. H. starb zu Meran den 26. Oktober 1635, bei Gelegenheit einer dort sich verbreitenden pestartigen Krankheit. Der berühmte Mahler Martin Knoller sagte von dessen Mahlereien „sie sind wahre Meisterstücke und verdienen vorzüglich geschätzt zu werden.“

Auch in diesem Monat

  • Der Bote für Tirol1819–18295 Schlagwörter

    Versteigerung des Kränzlgutes in Tscherms und weiterer Grundstücke

    Das Landgericht Lana gibt die öffentliche Versteigerung des Kränzlgutes in Tscherms sowie zugehöriger und angrenzender Grundstücke aus dem Besitz der Graf von Stahlburgischen Nachkommenschaft bekannt. Die Versteigerung findet am 10. Dezember 1823 in Lana zu einem Ausrufspreis von 13.500 Gulden rheinisch statt. Der Edikttext beschreibt die einzelnen Grundstücke, Wasserrechte, Abgaben und detaillierte Kaufbedingungen.

1823 im Überblick

Das Jahr 1823 war regional durch karitative Maßnahmen wie den Fonds für das Zwangsarbeitshaus und eine landwirtschaftlich geprägte Berichterstattung über Wein- und Getreideerträge gekennzeichnet. Einen Höhepunkt bildete im August der feierliche Besuch von Kronprinz Erzherzog Ferdinand in Meran und der Umgebung. Die Ereignisse spiegeln die administrative, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region wider.

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"Der Maler Christoph Helfenrieder in Meran." Der Bote für Tirol, 17. November 1823. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/17.11.1823/149990/4. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1823-11-17-der-maler-christoph-helfenrieder-in-meran