Erlös aus Entschuldigungskarten in Bozen für das Zwangsarbeitshaus
Ein Bericht aus Bozen über den erfolgreichen Verkauf von Entschuldigungskarten zum Jahreswechsel und zu Namensfesten. Der Erlös von über 349 Gulden wird für die Einrichtung eines Zwangsarbeitshauses verwendet.
Vollständige Transkription
Botzen, den 14. Jän. Die Vortrefflichkeit der Einrichtung, durch Lösung von Entschuldigungskarten sich der persönlichen Besuche und Billetssendungen beim Jahreswechsel enthoben zu sehen, hat sich in der Stadt Botzen mit dem Eintritte dieses Jahres neuerlich bewährt, und nach dem allseitigen Wunsche wurde die Gültigkeit dieser Entschuldigungskarten auch für Namensfestes-Besuche oder Visitkarten, wobei sich oft aus Unwissenheit oder unfreiwilligem Vergessen unangenehme Uebersehen ergeben, ausgedehnt. Der für die höchst wohlthätige und allgemein ersehnte Adaptirung eines Zwangsarbeitshauses, gleichwie von den zwei vorausgegangenen Jahren seine Widmung erhaltene Erlös, betrug von 501 hinaus gegebenen Karten die bedeutende Summe von 349 fl. 24 kr. N. W. und das beigeschlossene Namensverzeichniß zeigt sich, daß nebst den edelgesinnten Bewohnern der Stadt auch viele gleichgestimmte Kreisbewohner diesen erhabenen Zweck mit zu befördern sich beeifert haben.
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"Erlös aus Entschuldigungskarten in Bozen für das Zwangsarbeitshaus." Der Bote für Tirol, 27. Januar 1823. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/27.01.1823/149906/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1823-01-27-erloes-aus-entschuldigungskarten-in-bozen-fuer-das-zwangsarbeitshaus