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Milde Winterwitterung und Skulpturen aus dem Atelier Pendl

Zusammenfassung

Ein Korrespondenzbericht aus Meran schildert die für den Dezember ungewöhnlich milde Witterung, die Veilchen und Maikäfer hervorbringt. Zugleich wird über Arbeiten im Atelier des Bildhauers Pendl für Auftraggeber in Nordamerika und Italien berichtet.

Vollständige Transkription

Oesterreichische Monarchie.

Meran, 6. Dezember (Korresp.) Wir können in den Chorus miteinstimmen, welcher in allen Ländern Europas über milde Luft und wunderseltene Erscheinungen aus der Pflanzen- und Thierwelt in dieser Jahreszeit sich erhoben hat. Seit ein anhaltender, fast lauer Regen den Boden aufgeweicht, geöffnet und das erstorbene Leben geweckt hat, lockt die Sonne Veilchen und Maikäfer aus dem offenen Boden. Die Wiesen strahlen in frischem, lebhaftem Grün, wie es sonst nur in Frühlingstagen jugendlich aufkeimt.

Im Atelier des Bildhauers Pendl, des ältern, dessen künstlerischen Werth Wien beanstandet, aber London gewürdigt hat, stehen einige Bildsäulen theils fertig, theils der Vollendung nahe. Zwei davon, der gekreuzigte Erlöser in Lebensgröße und in kleinerem Maßstabe gehen nach Nordamerika; zwei andere, eine Dolora und eine Immaculata, sind für Italien bestimmt.

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Zitieren & Teilen

"Milde Winterwitterung und Skulpturen aus dem Atelier Pendl." Der Bote für Tirol, 9. Dezember 1852. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/09.12.1852/153869/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1852-12-09-milde-winterwitterung-und-skulpturen-aus-dem-atelier-pendl