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Schenkungen und Nachlässe an das Gymnasium in Meran

Zusammenfassung

Das Gymnasium in Meran verzeichnet bedeutende Zuwendungen für seine Sammlungen. Neben der Bibliothek von Dr. Lentner und weiteren Buchgeschenken profitierten auch das Münz- und das naturhistorische Kabinett von Schenkungen lokaler Persönlichkeiten.

Vollständige Transkription

Meran, 7. Juni. Dr. Lentner verfügte über seinen Bücherschatz in dem letzten Willen zu Gunsten des hiesigen Gymnasiums mit den Worten: „Meine ganze Bibliothek schenke ich dem Gymnasium von Meran.“

Dieser letztwilligen Anordnung gemäß wurde die werthvolle Büchersammlung vor einigen Tagen dem Gymnasium eingehändigt. Sie zählt gegen 200 Bände, welche wichtige Beiträge für Geschichte liefern, und die Literatur des Mittelhochdeutschen ergänzen.

Früher erhielt die Bibliothek des Gymnasiums einen ansehnlichen Zuwachs durch die „Wiener Jahrbücher“, welche das hohe Ministerium des Unterrichts dem Gymnasium zum Geschenke machte, und durch die Werke aus der lateinischen Literatur, welche der verstorbene Pfarrer Tröger in seinem Testamente für das Gymnasium bestimmte.

Das Münzkabinet wurde durch schöne Beiträge des Hrn. Bürgermeisters Haller, der Herren Gemeinderäthe Verdroß und Kirchlechner und des Hrn. Baron Hugo von Goldegg bereichert.

Das naturhistorische Kabinet erhielt einen höchst schätzbaren Beitrag durch Hrn. Baron von Hausmann in Bozen, welcher durch 141 Species in 275 Exemplaren das Herbar vermehrte, und durch Hrn. Elsler, Wundarzt in Partschins, welcher 18 Tafeln Schmetterlinge nach der Natur gezeichnet und herrlich gemalt einsandte; Bezirksrichter Sebastian von Isser setzte seine Beiträge für dieses Kabinet fort.

Diese, wie alle jene bedeutenden Gaben, welche nach öffentlichen Blättern den tirolischen Gymnasien zugeflossen sind, konstatiren denn doch den rühmlichen Sinn in Tirol, die Lehranstalten für ihr hohes Ziel auszustatten. Indem das Gymnasium von Meran allen Wohlthätern den wärmsten Dank ausdrückt, bekennt es sich zugleich zur angenehmen Pflicht von allen Gaben zur Ausbildung der Jugend vollen Gebrauch zu machen.

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  • Bozner Zeitung1850er4 Schlagwörter

    Ausbreitung der Traubenkrankheit im Etschthal

    Ein Bericht über das erneute und verfrühte Auftreten der Pilzkrankheit an den Weinreben im Etschtal zwischen Bozen und Meran im Frühsommer 1852. Detailliert werden die Symptome an Blättern und Beeren sowie die drohenden Ernteausfälle und Gefahren für die Landwirtschaft beschrieben. Naturforscher und Ökonomen werden zur Erforschung von Gegenmitteln aufgerufen.

1852 im Überblick

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"Schenkungen und Nachlässe an das Gymnasium in Meran." Der Bote für Tirol, 11. Juni 1852. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/11.06.1852/153718/2. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1852-06-11-schenkungen-und-nachlaesse-an-das-gymnasium-in-meran