Unwetter und Überschwemmungen im Raum Bozen
Ende Mai 1821 führten schwere Regenfälle im Raum Bozen zu einem starken Anstieg von Eisack und Talfer. Das Hochwasser schwemmte große Mengen Holz ab, beschädigte die Landstraße bei Deutschen und unterbrach vorübergehend die Postverbindung nach Süden.
Vollständige Transkription
Botzen, den 30. Mai. Am verflossenen Sonntag fiel in hiesiger Gegend der Regen in Strömen und Montags darauf waren der Eisack und die Talfer so sehr angeschwollen, daß man nicht mehr zur Loretto-Brücke mit trockenen Füßen hinaus konnte. Es ist genug gesagt, daß die von der Talfer hinweggeschwemmten Holzprügel, bei 1000 Klafter, zum Theil den Kalterer-See bedecken. Vor Deutschen hat die Eisack bei 40 Klafter Landstraße mitgenommen. Aehnliche Ereignisse dürften sich auch im Trienter und Roveredaner Kreise ergeben haben, da bis jetzt die italienische Post hier fehlt.
1821 im Überblick
Das Jahr 1821 war in Meran und Tirol stark von extremen Naturereignissen wie den schweren Überschwemmungen im Frühsommer sowie einem verheerenden Bergsturz im Dezember geprägt. Neben diesen Infrastruktur- und Schadensereignissen dokumentierten Berichte landwirtschaftliche Neuerungen wie den Reisanbau, die lokale Verwaltung und Auszeichnungen sowie historische und sprachwissenschaftliche Forschungen. Ergänzt wurde das Jahresgeschehen durch offizielle demografische Erhebungen und Berichte zum regionalen Bau- und Ressourceneinsatz. →
Zitieren & Teilen
"Unwetter und Überschwemmungen im Raum Bozen." Der Bote für Tirol, 31. Mai 1821. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/31.05.1821/149733/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1821-05-31-unwetter-und-ueberschwemmungen-im-raum-bozen