Zeitungsreise: Geschichte Erleben

Chronik

1848

Überblick
Die kaiserliche Proklamation vom März 1848 entfacht in der Region große Begeisterung für Verfassung, Pressefreiheit und Nationalgarde. Zeitgenössische Schriften betonen die freie Meinungsbildung als unverzichtbares Fundament des konstitutionellen Staates. Dabei wird auch aktiv versucht, religiöse Bedenken gegenüber den neuen bürgerlichen Freiheiten zu entkräften.

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Der Bote für Tirol1840er5 Schlagwörter

Ein Wort über Preßfreiheit an die biedern Landleute Tirols

Ein an die Tiroler Landbevölkerung gerichteter Aufsatz erläutert die Tragweite der im Revolutionsjahr 1848 erlangten Pressefreiheit und das Ende der staatlichen Zensur. Der Text zerstreut religiöse Bedenken unter Verweis auf Papst Pius IX. und verortet die freie Meinungsbildung als Fundament des konstitutionellen Staates.

Kaiserliches Patent vom 15. März 1848

Kaiser Ferdinand I. von Österreich kündigt am 15. März 1848 politische Zugeständnisse an, um die Unruhen der Märzrevolution zu beruhigen. Er gewährt die Pressefreiheit durch die Abschaffung der Zensur, bestätigt die Einrichtung einer Nationalgarde und kündigt die baldige Einberufung von Vertretern aller Provinzen an, um eine Verfassung (Konstitution) auszuarbeiten. Er ruft das Volk auf, zur Ruhe und Ordnung zurückzukehren. Das Gubernium für Tirol und Vorarlberg veröffentlicht diesen kaiserlichen Erlass am 18. März in Innsbruck und appelliert an die traditionelle Treue der dortigen Bevölkerung zum Kaiserhaus.

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