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Inländische Nachrichten: Kreisbehörde in Bozen, Bahn- und Etschkommission sowie Viehseuche in Tisens

Zusammenfassung

Kurznachrichten aus Tirol berichten über den Antrag Bozens auf Sitz der neuen Kreisbehörde sowie anstehende Verhandlungen zur Etschregulierung und zum Bahnbau. Zudem werden Medizinerstatistiken und der Invalidenfonds beziffert, während in Tisens wegen eines Seuchenausbruchs der Viehmarkt untersagt wird.

Vollständige Transkription

Was gibts Neues im Inland.

Bozen. Wie wir vernehmen hat der hiesige Gemeindeausschuß in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, hohen Orts die Bitte zu stellen, daß der Sitz der zufolge der bevorstehenden neuen Organisation zu kreirenden Kreisbehörde in unsere Stadt verlegt werde.

* In den nächsten 14 Tagen soll ein neuerlicher Zusammentritt der Eisenbahnbau- und Etschregulirungskommission, nachdem die betreffenden Instruktionen zur Erzielung einer Vereinbarung eingeholt wurden, stattfinden.

* Die Zahl der gegenwärtig in Tirol und Vorarlberg in Praxis, oder wenigstens zu dieser bereit stehenden Doktoren der Medizin beläuft sich auf 330, jene der Wundärzte auf 264, im Ganzen also 594.

* Der Tiroler Invalidenfond beläuft sich gegenwärtig nach dem unlängst ausgegebenen Cl. Verzeichniß der Beiträge auf die Summe von 95,123 fl. 3 kr.

Meran. In Tisens darf der Viehmarkt am 20. d. M. nicht abgehalten werden, weil in mehreren Gemeinden unter den Großhornvieh die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist.

Auch in diesem Monat

  • Bozner Zeitung1850er4 Schlagwörter

    Brandunglück in Meran nahe der Spitalkirche

    Am 4. März 1852 brach in der Holzniederlage des Zimmermeisters Strobl bei der Meraner Spitalkirche ein Großbrand aus. Begünstigt durch heftigen Sturm zerstörten die Flammen Holzbestände, einen Stadel samt Vieh sowie Teile eines Weinguts, ehe das Feuer an der Passerbrücke eingedämmt werden konnte. Als Ursache wird Unvorsichtigkeit von Arbeitern vermutet.

  • Der Bote für Tirol1850er5 Schlagwörter

    Großbrand bei der Spitalkirche und Rettung der Passerbrücke

    Am 4. März 1852 brach in einer Holzniederlage nahe der Spitalkirche in Meran ein verheerender Brand aus, der durch starken Sturm angefacht wurde. Durch das Eingreifen der Bürger, Behörden und Studenten konnte die hölzerne Passerbrücke gerettet und das Feuer nach anderthalb Stunden gelöscht werden. Es handelte sich um den dritten Brandfall in Meran innerhalb kurzer Zeit.

1852 im Überblick

Das Jahr 1852 war in Meran von administrativen Veränderungen unter dem Neoabsolutismus, sozialem Engagement wie der bürgerlichen Frauenleitung des Marien-Vereins und lokalen Herausforderungen geprägt. Zu den prägenden Ereignissen zählten eine Brandkatastrophe im März sowie behördliche Maßnahmen infolge eines Viehseuchenausbruchs im April. Gleichzeitig blieben regionale Infrastrukturprojekte wie die Etschregulierung und der geplante Bahnausbau zentrale Themen. →

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"Inländische Nachrichten: Kreisbehörde in Bozen, Bahn- und Etschkommission sowie Viehseuche in Tisens." Pustertaler Bote, 13. März 1852. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/8/1/13.03.1852/147038/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1852-03-13-inlaendische-nachrichten-kreisbehoerde-in-bozen-bahn-und-etschkommission-sowie-v