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Meran als Kurort

Zusammenfassung

Ein ausführlicher Bericht im Bote für Tirol beleuchtet die Mängel und Entwicklungschancen Merans als aufstrebender Kurort im Herbst 1850. Neben der unzureichenden Infrastruktur, Gastronomie und städtischen Hygiene wird die Arbeit der neuen Fremdenkommission sowie der Bau des neuen Schützenhauses durch Anton Putz gewürdigt.

Vollständige Transkription

Feuilleton.

Meran als Kurort.

Meran, 20. Sept. Sie luden mich vor Kurzem ein von dem Leben und Weben, wie es sich zur Zeit in Meran entfaltet, zu erzählen, und um Ihrem Wunsche nachzukommen, werde ich meine Bemerkungen hierüber, so wie sie mir aufstoßen, gerne mittheilen. Es ist nicht lange her, vielleicht nicht einmal ein Jahr-Zehent, wo die große Welt von Meran ebensowenig Notiz nahm als sie noch heut zu Tage von unserem nachbarlichen reizenden Nonsthale weiß. Der Zufall ließ es einem Touristen aus Herz wachsen und nun ist es schon so sehr Modeartikel geworden, daß man in der Ferne seinen Namen mit dem der glänzendsten Bäder und Kurorte zusammenwürfelt. Was Luft und Klima betrifft, mag sein Ruf jede Prüfung ertragen, die Gegend selbst ist entschieden schön, die Traube süß und das Obst vorzüglich; allein das befriedigt noch nicht die Bedürfnisse jener Welt, die von den großstädtischen Genüssen übersättigt nach neuen Reizen sucht ohne die alten entbehren zu können. Meran leidet durch den übertriebenen Ruf, denn dieser führt in seinem Geleite tausend von Erwartungen und Ansprüchen, deren Erfüllung noch weit von der Gränze der Möglichkeit entfernt liegt. Bescheidenen Anforderungen konnte früher genügt werden, jedoch bei dem übergroßen Zudrange finden selbst diese, wie es den Anschein nimmt, nicht immer eine Befriedigung.

Man vermißt vor Allem ein prachtvolles Hotel, ein Bad und Kurhaus, es fehlen die Pensionen, wie sie die an Comfort und Luxus gewohnte Gesellschaft in der Schweiz so vorzüglich und mit verhältnißmäßig geringem Gelde findet. Allenthalben vernimmt man Klagen über die Küche, nicht über die Kargheit derselben, im Gegentheile, man erließe gerne einen großen Theil der dargebotenen Fülle, wenn nur die Auswahl und Bereitung mehr dem feinen Geschmacke entspräche. Das „paradiesische“ Meran, das im Großen angeschaut in einem ununterbrochenen Garten liegt, ist – ironisch genug – an Gärten dürftiger als das nächstbeste Dorf auf nordischem Boden, und wo sich solche vorfinden, verrathen sie in der Regel nichts weniger als Sinn und Verständnis für Kultur. Daher begreift sich´s, wie dem Gemüse, das man anderswo von jeder Art in Ueberfluß findet, eine so untergeordnete Pflege zugewendet wird, daß man die vortrefflichen Gattungen, die sich besonders für den Winter eignen, nicht einmal den Namen nach kennt; von irgend einer geschmackvollen Anlage entdeckt man mit sehr geringen Ausnahmen kaum eine Spur. Rücksichtlich der Lieferung des nothwendigsten täglichen Lebensbedarfes hat sich bisher erst eine so geringe Konkurrenz hervorrufen lassen, daß man mit voller Hand kaum das Nöthige zu erwerben im Stande ist, und nur wenige Landwirthe haben sich zur Einsicht ihres Vortheiles emporgeschwungen, den sie, wie es sich für brave Monopolisten ziemt, bis auf den Grund auszubeuten nicht unterlassen. Ueberhaupt fehlt es in Allem und Jedem an der Konkurrenz und die Klagen werden nicht eher aufhören, bis nicht die Nachfrage ein ausreichendes Angebot finden kann, d. h. bis sich ein geregelter Markt bilden wird. Es gab eine Zeit, ja wir haben sie nicht einmal hinter uns, wo der Alltagsbauer den Verkauf von Trauben als einen nachtheiligen, ja sogar als einen entehrenden Handel verwarf, während er den Traubensaft – den Wein vergeudete und verschlemmte, und ebenso hartnäckig sträubt er sich die viel einträglichere Obstbaumzucht und Gartenpflege, wenn auch nur theilweise neben dem Weinbau aufzunehmen. So sehr hat er sich in seine Vorurtheile verrannt, so wenig Kenntnisse und Empfänglichkeit für Verbesserungen bringt man ihm in seiner Jugend bei.

Die Spaziergänge und Ausflugsorte an denen die Umgegend von der Natur so reichlich und reizend ausgestaltet ist, daß sie füglich mit den ersten Kurorten in die Wette treten kann, tragen das Gepräge ihres ursprünglichen Zustandes so sehr an sich, daß man Schritt für Schritt die Nachhilfe sorgsamer Menschenhände herbeisehnt. Freilich bedürfte es hiezu eines großen Fonds, eines größern als ihn die ohnehin bresthaften Gemeindekassen zu bieten im Stande sind. Um so dankbarer, sollte man meinen, dürften die Bemühungen der städtischen Fremdenkommission aufgenommen werden, über deren Zweck und Wirken einige Worte zu sagen hier am Platze sein dürfte.

Im Beginne des heurigen Frühjahres thaten sich nämlich einige Bürger des Städtchens zusammen, konstituirten sich mit Genehmigung der höheren Behörden als Fremdenkommission und machten es sich zur Aufgabe den Gästen Merans ihren Aufenthalt nach Möglichkeit bequem und angenehm zu machen. Insbesondere legten sie ein Quartierregister an, führen eine Fremdenliste, erbieten sich zu mündlichen und brieflichen Auskünften aller Art, übernehmen in Zukunft die Ueberwachung der Molkenbereitung, sowie die Aussicht über die Restauration im Schießhause und die dort zur Zusammenkunft der Gäste bestimmten Lokalitäten. Sie gründeten eine städtische Musikkapelle und werden sich bemühen die Unternehmungen anständiger Sänger oder Schauspielergesellschaften bestens zu unterstützen. Endlich sind sie es, um auf unsern Ausganspunkte zurückzugehen, die für Herstellung der Spaziergänge und Errichtung von Ruhebänken und Wegweisern thätige Sorge tragen. Fond, wie gesagt, war keiner vorhanden, man suchte daher wie anderwärts durch eine gleichfalls von Oben genehmigte Fremdentaxe die Mittel beizuschaffen, die für einen Kurgast oder Vergnügungsreisenden der sich länger als drei Tage aufhält mit 1 fl., für Familien von mehr als drei aber weniger als sechs Personen mit 3 fl. und darüber hinaus mit 5 fl. CM. angesetzt wurde, wobei jedoch Kinder und Gesinde nicht in Rechnung gezogen werden. Daß unsere ländliche Bevölkerung in ihrer eigenthümlichen Anschauung „herrischer Dinge“ sich im Niederreißen und Zerstören dessen gefällt was ihre Nachbarn aus der „Stadt“ errichten, wird demjenigen so ziemlich begreiflich der sie aus eigener Anschauung gründlicher kennen zu lernen Gelegenheit fand; weniger verständlich ist es, wenn einzelne Pfahlbürger es schon hoch anschlagen, daß sie das „Fremdenwesen“ in apathischer Ruhe hinnehmen, und nicht minder überrascht es, wenn - wie es vorgekommen - die Gäste nicht begreifen können, daß eine kleine Beisteuer verlangt werde, wo man mit bestem Willen nur zu Ihrem Frommen schafft. Allerdings ist das, was bisher geleistet wurde noch nicht zu jener Ausbildung gediehen, daß die Früchte schon allwärts dem Genusse winkten; dagegen will es uns bedünken, jener der bloß ernten will ohne sich zur Aussaat zu verstehen, verlange das Unmögliche oder muthe seinem Nebenmenschen eben jenen warmen Aufopferungstrieb zu, den er selbst am wenigsten bekundet.

Die Quartiere sind vielleicht der einzige Zweig, der sich seit neuerem Datum einer allgemeinen Pflege erfreut. Man bemühet sich auffällig sie in wohnlicheren Stand zu bringen, verhängt die Mauern mit Tapeten und versorgt sich mit anständiger Geräthschaft. Es ist dies, wenn man uns den Vergleich aus dem Weltgange erlauben will, eine Reformbestrebung, ein erster Anfang zum Vorwärtsgehen; aber es bietet, wie jede Reform bloß eine kleine Aushilfe und keine Abhilfe von den eigentlichen Uebelständen. Die Häuser sind zu schmal und zu klein und doch so verschwenderisch in ihrer Anlage, daß das Stiegenhaus und andere unverwendbare Räume nicht selten die Hälfte wegnehmen. Neubauten aufzuführen gebricht es in dem Städtchen gegenwärtig ganz und gar an Raum; es könnte ein solcher und zwar ein bedeutender in der schönsten und gesündesten Lage gewonnen werden, wenn die große Holzniederlage von dem rechten Passerufer auf das linke versetzt würde, ein Plan der mit der Zeit, so Gott will, wohl einleuchten wird. Das wäre der glücklichste Ausweg. Der einzige um einer „radikalen Umwälzung“ zu entgehen, die in nichts wenigerem bestehen dürfte, als daß man einzelne Häuser niederreißen und ein größeres an ihre Stelle bauen wollte, wobei jedoch, abgesehen von dem unrentablen Aufwande, noch immer die sehr zarte Frage stehen bliebe, ob sich zugleich auch der Sinn für Reinhaltung der Gassen einstellte, eine Frage, für deren günstige Lösung so lange keine Rosen blühen, als man wie gegen ein Attentat auf seine „angestammten“ Rechte losbricht, wenn es irgend wem beifiele zu bemerken, daß Gärberlohe und Graukäse nicht für Jedermann balsamisch dufte, oder wenn Jemand die gefährliche Irrlehre predigte, es sei unschicklich, daß grunzendes und muhendes Gethiere durch die Laubengasse luftwandle, so wie es wenig zur christlichen Erbauung beitrage, wenn man gelegentlich unter den Arkaden heidnische Hekatomben feiere. Auf dem Platze der Holzlege fielen aber glücklicherweise alle diese heikeln Rücksichten von sich selbst weg, und die Anbeter der altpatriarchalischen Sitte gewännen hierdurch die so rührende Befriedigung, gar manche ihrer liebgewonnenen Freuden gerettet zu sehen.

Eine Korrespondenz der Innsbrucker Zeitung aus Steinach, einem Stadttheile Merans, bedachte jüngst diese Stabilitätswächter mit einer Fülle von Ironie aus einem Horn voll überströmenden Lobes, nur traf sie unvorsichtiger Weise anstatt des Zieles ihre eigenen Kampfgenossen, und ließ darüberhin noch die Unrichtigkeit dazwischenfließen, ein nicht existirendes „Verschönerungs-Komité“ zur Belustigung des Publikums allerlei Heldenthaten ausführen zu lassen. Nebstdem war die Ironie in ein so loyales Gewand versteckt, daß selbst ein Vollblut-Meraner, der etwa zufällig einen kleinen Ausflug gemacht hatte, glauben durfte, die frommen Wünsche des Hrn. „+“ seien greifbare Wahrheit; um so weniger erklärlich ist es, was harmlosen Fremden gegenüber eine solche Schreibart bezwecken wollte.

Was Lage, Raum und Baulichkeiten betrifft, erfreut sich Obermais unvergleichlich günstigerer Verhältnisse als Meran, weshalb es auch vorzugsweise von den Vergnügungsreisenden zum Aufenthalte gewählt wird. Dort weht beständig, selbst an den heißesten Sommertagen, frische Kühlung aus dem Passeirer- und Naifertbale, und der Wärmemesser steht in der Regel um einige Grade tiefer als in der vor Nordwinden geschützten Stadt. Besonders des Morgens und Abends macht sich dieser Temperaturabstand bemerkbar, und es ist eine wahre Lust, sich in einem solchen Luftbade zu ergehen. Beobachtende Aerzte behaupten jedoch, daß eben wegen dieser Luftströmungen und Temperaturwechsel der Aufenthalt in Obermais, zumal gegen das Naiferthal, für Brustleidende nicht zu empfehlen sei. Aus dem nämlichen Grunde bringen die empfindlicheren Gäste den Winter in der Stadt zu, wo er in der That so schonend auftritt, daß die manchmal aus dem Süden heraufkommenden Reisenden ganz erstaunt sind, aus einem rauheren Klima in ein milderes eingezogen zu sein. Ein Uebelstand ist es in Obermais, der Vielen sehr fühlbar wird, nämlich der Abgang eines Gasthauses oder wenigstens einer entsprechenden table-d´hôte, so daß die, welche nicht eigene Küche führen, genöthiget sind, in die Stadt hinabzusteigen, oder sich von dorther die Speisen tragen zu lassen. Es zeigt sich jedoch, es werde die immer mehr sich hebende Kaltwasseranstalt des Hrn. Dr. Mazegger, die nebenbei gesagt den günstigsten Punkt von Obermais beherrscht, nicht nur diesem Mangel abhelfen, sondern sich allgemach zum Sammelplatze der Gäste von Obermais heranbilden.

Wer in Städten zu leben gewohnt war, und nach Vergnügungen fragt, der wandere nicht nach Meran. Die Natur muß Schauspiel und Oper, Ballet u. Cirkus sein, sie muß dichten und malen, Reden halten und kochen, Whist spielen und Thee´s arrangiren, alles muß sie allein thun, und darum fehlt es gar oft an Allem. Wir Meraner Stadtkinder freilich hüpfen auf vor Freude, wenn uns zufällig eine Bande böhmischer Musikanten Eins aufspielt, und von den altersgrauen Saalwänden ein Paar Lichtlein mehr herabblinzeln als bei der heil. Nothburga in der Todtenkapelle; und wenn etwa gar die Demoiselle Irir heute auf dem Seile tanzte und morgen im Leiden Christi als St. Johannes auftrat *), so wußten wir das Glück kaum mehr zu fassen. In letzter Zeit ist leider auch hier die radikale Gesinnung aufgetaucht, was uns nicht Wunder nimmt, seit sich die Leute die schöne Auslage am Rennwege anschauen, in der ein sicherer Hr. Pfaundler aus der Hauptstadt Innsbruck Schreibfedern, Bilder und gedruckte Bücher ausstellt. Sie glauben es kaum, wie schädlich das gewirkt hat, denn - im Vertrauen gesagt - man zettelt eine entsetzliche Verschwörung an, man will ein Casino errichten, und da soll die Innsbrucker Zeitung auch Zutritt haben, und tanzen will man und Gesellschaftsspiele machen und sogar singen! - vielleicht gar wie in der Stehweinherberge zum Mannes-Raffl, von wo man „das deutsche Vaterland“ manchmal zehn Häuser weit hört, und wo sie für die schleswig-holsteinischen Rebellen gesammelt haben. Doch genug des Spasses. Sie sehen, es fehlte allenthalben an den ersten Bedingungen zu einem irgend bequemen Aufenthalte, geschweige zur Befriedigung solcher Anforderungen, die über die gewöhnlichsten Leibesbedürfnisse hinausgingen. Die beschränkteste Unbekanntheit mit Allem was außer dem Hauszaune liegt und die vollendetste Apathie, von gewisser Seite aber die ängstliche Furcht, es möchte germanischer Sinn und Geist und praktische Betriebsamkeit mit den alttirolischen Dogmen aufräumen, bildeten eine treuverbündete Schaarwache, um ja alles zu thun, die Gäste dort hinauszuweisen, wo sie hereingekommen. Das gelungenste Zeugniß von dieser philisterhaften Auffassung der Dinge gaben die vielfachen Schwierigkeiten, die man allenthalben allen Reformern und vor allem unserem wackern Dr. J. F. Lentuer bereitete, einem Manne, dem Meran zum größten Theile das verdankt, was es geworden. Und so pfropfet nun das jüngere Geschlecht auf alle Zweige neue Reiser, und Gott gebe, daß die jungen Kräfte stärker und stärker treiben, und der Baum des Lebens in frischer Kraft ergrüne, blühe u. sich befruchte!

Unsere Basis aber und unser Ausgangspunkt zur Erweckung und Belebungen des Sinnes für Geselligkeit und Eintracht und zur Sammlung der Gäste und der Einheimischen, das hoffen wir, soll der neue Schießstand werden. Wie lange schon und wie viel faselte und sprach man von Erbauung eines Kursaales, der Platz war schon ausersehen, zwei Pläne eines verstorbenen Kurgastes, den wir allesammt in hohen Ehren und lebendigem Gedächtniß halten, des talentvollen Ottmar Kramer, lagen vor, man sammelte Aktien; doch die Gelder ließen sich nicht finden. Das Projekt verschwand von der Tagesordnung und es blieb wie ehedem beim Alten. Es war damals die Zeit, als der gütige Kaiser Ferdinand der Stadt Meran in Erinnerung, daß sie das Herz von Tirol vertritt, einen Hauptschießstand bescherte. Kramer war es wieder, der einen neuen Schießstand zeichnete, und bei dessen Anlage auch für einen Sammelplatz der Gäste Merans sorgsame Vorsicht trug. Der Plan lag vor, man fand ihn schön, ja man schwärmte davon; - aber das Geld, das prosaische Geld ließ wie immer vergebens warten. Da trat im vergangenen Frühling mit einem Male ein Mann vor, ein wackerer, ein ganzer Mann, und wie es in seiner kräftigen Weise liegt, erklärte er es rund heraus: „Ist Niemand der mir helfen will, so baue ich Euch das Schützenhaus allein, und sollte mein letzter Heller darangehen!“ Und siehe, das Wort, kaum gesprochen, ward zur That. Grund und Boden ward mühsam erhandelt, und bald grub schon Pickel und Schaufel. Bosheit der Leute und der Witterung, Mangel an Material und an Händen, kurz alle erdenklichen Hemmnisse stürmten gegen ihn beran, aber sein aufopfernder Wille blieb fest, ein Felsen in dem brandenden Gewoge. Und fragen Sie uns, wer ist der seltsame, der brave Mann, so antwortet es Ihnen tausendstimmig: „Putz Anton, der Schützenoberste, der Advokat!“ Das Haus kam nun seit etlichen Tagen unter Dach und Fach, und wenn auch freilich die Arbeit erst aus dem Rohen fertig ist, so hoffen wir doch die verehrten Schützen und Schützenfreunde, deren freundlichem Besuche zur Feier des großen Kaiserschießens aus allen Gauen von Nah´ und Fern´ wir so freudig entgegensehen, werden jene Nachsicht mitbringen, nicht das „unvollendete“ Werk als den Maßstab unseres Willens zu betrachten.

*) Auch in Innsbruck haben wir in diesem Sommer ähnliche uns eben nicht erbauende Produktionen von einer herumziehenden Künstler-Gesellschaft gesehen. A. d. N.

Auch in diesem Monat

1850 im Überblick

Das Jahr 1850 war in Meran von administrativen Neuerungen wie der Erhebung zur Bezirkshauptmannschaft und der Konstituierung der ersten freien Gemeinde geprägt. Schwerwiegende Naturkatastrophen durch Unwetter und Murenabgänge forderten im Umland Opfer und machten umfangreiche Hilfsmaßnahmen sowie Infrastrukturreparaturen notwendig. Gleichzeitig erlebte die Stadt durch kaiserliche Besuche, das k. k. Freischießen und die Etablierung als Kur- und Schulstandort wichtige Impulse für ihre touristische und gesellschaftliche Entwicklung. →

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"Meran als Kurort." Der Bote für Tirol, 26. September 1850. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/26.09.1850/153209/3. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1850-09-26-meran-als-kurort