Unwetterschäden in den Landgerichtsbezirken Sarntal und Karneid
Ein schweres Hagelunwetter in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 1841 richtete in den Landgerichtsbezirken Sarntal und Karneid erhebliche Verwüstungen an. Neben beschädigten Mühlen und Grundstücken wurden die Feldfrüchte teils völlig vernichtet sowie Weingüter und Äcker mit Geröll verschüttet.
Vollständige Transkription
Unglücksfälle durch Elementar-Ereignisse.
In der Nacht vom 26. auf den 27. Mai d. J. verursachte ein heftiges mit Hagel begleitetes Gewitter im Landgerichtsbezirke Sarnthal, namentlich auf den Gebirgen von Vormeswald, Putzen und zum Theile im Bezirke von Niederwangen, dann im Marterthale an den Grundstücken und Mühlen einen bedeutenden Schaden. Im Landgerichtsbezirke Karneid traf dieser Elementarunfall die Gemeinden Montigl, Vilpian, Klaus und Siebeneich in der Art, daß er in den zwei ersten Gemeinden die dermaligen Feldfrüchte beinahe ganz, in den zwei letzteren aber zum Theil zerstört hat, und in den Gemeinden Montigl, Klaus, vorzüglich aber in Siebeneich noch überdieß einige Weingüter und Getreidefelder mit Schutt und Steinen überschüttet wurden.
1841 im Überblick
Das Jahr 1841 in Meran war geprägt von wohltätigen Initiativen zu Jahresbeginn sowie von Naturereignissen und deren Bewältigung. Im Sommer hinterließen schwere Unwetterschäden und Murenabgänge in der Naifschlucht Spuren an der lokalen Infrastruktur. Gleichzeitig markierte die bereichernde Hochgebirgsreise von Erzherzog Johann über das Timmelsjoch im Juli einen regionalen Höhepunkt. →
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"Unwetterschäden in den Landgerichtsbezirken Sarntal und Karneid." Der Bote für Tirol, 10. Juni 1841. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/10.06.1841/151823/3. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1841-06-10-unwetterschaeden-in-den-landgerichtsbezirken-sarntal-und-karneid