Der Bote für Tirol

Lawinenabgang auf den Thalhof im Landgerichtsbezirk Meran

Zusammenfassung

Am 26. Januar 1837 zerstörte eine Lawine das Wohnhaus des Thalhofs im Landgerichtsbezirk Meran. Das Ehepaar Johann Gilg überlebte das Unglück im Bett wie durch ein Wunder unverletzt, während die Kinder bereits zur Frühmesse aufgebrochen waren.

Vollständige Transkription

Anhang.

Unglücksfall.

Am 26. v. M. brach in dem Berge über dem Thalhofe im Landgerichtsbezirke von Meran um 5 Uhr früh eine Schneelavine los, nahm die Richtung gerade auf diesen Hof, und schleuderte das Wohnhaus in einer Entfernung von mehr als hundert Schritten in den Abgrund. Das Haus lag in Trümmern in der Tiefe, die zwei Bauersleute Johann Gilg und sein Weib, welche noch im Bette gelegen waren, kamen aber ohne Verletzung auf die wunderbarste Weise davon. Die Kinder dieser Bauersleute waren schon in den Frühgottesdienst abgegangen.

1837 im Überblick

Das Jahr 1837 in Meran war einerseits von den dramatischen Folgen schwerer Winter- und Lawinenunglücke geprägt, andererseits aber auch von bedeutsamen Schritten zur Etablierung als Kurort. Maßgeblich dafür waren der hochrangige Besuch der Königin-Mutter Maria Isabella von Neapel sowie die Veröffentlichung von Dr. Johann Nepomuk Hubers wegweisendem Werk über das Heilklima. Ergänzt wurden diese Entwicklungen durch lokale Ereignisse wie die Gedenkfeier für Andreas Hofer und administrative Neuerungen.

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"Lawinenabgang auf den Thalhof im Landgerichtsbezirk Meran." Der Bote für Tirol, 16. Februar 1837. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1837-02-16-lawinenabgang-auf-den-thalhof-im-landgerichtsbezirk-meran