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Merkwürdige Himmelserscheinung über Meran

Zusammenfassung

Bericht über die Sichtung einer hellen, mondgroßen Feuerkugel am Abend des 17. Juli 1835 über Meran. Das Phänomen zog lautlos Richtung Westen und wurde zeitgleich auch in Mailand wahrgenommen.

Vollständige Transkription

Tirol.

Am 17. Juli d. J. gegen 8½ Uhr Abends wurde in Meran eine merkwürdige Himmelserscheinung beobachtet. Es zeigte sich am Horizonte eine hellleuchtende Feuerkugel von etwas länglichter Form, in der Größe des Mondes. Das Licht war blaß und blendend, und glich dem Lichte des griechischen Feuers. Die Kugel flog von der Mitte des Horizontes, wo sie zuerst gesehen wurde, nach Westen, und verschwand nach Verlauf von zwei Sekunden hinter dem Berge. Ein Geräusch wurde nicht wahrgenommen. Diese Erscheinung ist ohne Zweifel dieselbe, welche zur nämlichen Zeit in Mailand beobachtet worden ist.

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Das Jahr 1835 war in Meran und Tirol von bedeutenden Ereignissen geprägt, die vom Tod Kaiser Franz I. und der Trauer in Innsbruck bis hin zu Infrastrukturberichten über das Stilfserjoch reichten. Neben hochrangigen Besuchen wie dem von Erzherzog Johann und dem preußischen Kronprinzenpaar etablierte sich Meran zunehmend als geschätzter Kurort für Lungen- und Brustleiden. Berichte über lokale Landwirtschaft, den Weinbau sowie gerichtliche Versteigerungen und testamentarische Vermächtnisse ergänzten das Zeitgeschehen.

Zitieren & Teilen

"Merkwürdige Himmelserscheinung über Meran." Der Bote für Tirol, 10. August 1835. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/10.08.1835/151214/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1835-08-10-merkwuerdige-himmelserscheinung-ueber-meran