Erträge der Entschuldigungskarten zum Jahreswechsel für die Armen
Die Erlöse aus den Neujahrs-Entschuldigungskarten zugunsten der Armen erbrachten 1833 in Meran, Klausen, Kaltern und Bozen beachtliche Beträge, teils ergänzt durch Getreidespenden. In Bozen veranstaltete zudem ein Musikverein am Neujahrstag ein Benefizkonzert für die Ortsarmen.
Vollständige Transkription
Botzen, den 12. Jän. Die so wohlthätige Einführung der Entschuldigungskarten zum Wechsel des Jahres hat heuer nach den eingelangten Anzeigen zum Besten der Armen folgende Beträge abgeworfen: a. In der Stadt Meran 27 fl. 12 kr.; b. in der Stadt Klausen 20 fl. 48 kr.; c. im Markte Kaltern durch eine anstatt der Lösung der Entschuldigungskarten veranstaltete Subskription, nebst 112 Star Getreid, noch ein barer Geldbetrag von 1013 fl. 7 kr.; und d. in der Stadt Botzen 243 fl. 16 ½ kr. — So wie es bereits seit zwei Jahren geschah, hat auch heuer eine Gesellschaft von Musikfreunden den edelmüthigen Entschluß gefaßt, den ersten Tag des Jahres mit einer musikalischen Akademie zu begrüßen, und den Ertrag der Einnahme pr. 126 fl. 35 kr. den Ortsarmen zu widmen.
1833 im Überblick
Das Jahr 1833 in Meran und Umgebung war geprägt von sozialen Initiativen zur Armenfürsorge, erfolgreichen Maßnahmen gegen Wildtiere im Vinschgau sowie den Nachbereitungen des schweren Brandes in Tschengels, der die Bedeutung überörtlicher Löschhilfe verdeutlichte. Zudem endete im Herbst die monatelange Einquartierung des k. k. Brooder Grenzregiments, dessen diszipliniertes Auftreten von der Bevölkerung gewürdigt wurde. →
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"Erträge der Entschuldigungskarten zum Jahreswechsel für die Armen." Der Bote für Tirol, 28. Januar 1833. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/28.01.1833/150950/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1833-01-28-ertraege-der-entschuldigungskarten-zum-jahreswechsel-fuer-die-armen