Anerkennung für Förderer des Volksschulwesens im Jahre 1824
Die Tiroler Landesstelle dankt öffentlich mehreren Persönlichkeiten der Erzdiözese Salzburg sowie der Diözesen Trient und Brixen für ihren besonderen Einsatz im Volksschulwesen des Jahres 1824. Zu den Gewürdigten zählen unter anderem der Meraner Dechant Johann Nepomuk von Tschiederer und weitere Geistliche sowie weltliche Förderer, die Schulräume, Baumaterialien oder Geldmittel zur Verfügung stellten.
Vollständige Transkription
Die Landesstelle rechnet es sich zur angenehmen Pflicht, folgenden vorzüglichen Beförderern des Volksschulwesens im Jahre 1824 die wohlverdiente Anerkennung ihrer edlen Bemühungen öffentlich zu Theil werden zu lassen.
In dem hierländischen Antheil der Salzburger Erzdiözese verdienen mit Auszeichnung erwähnt zu werden:
Die beiden Landrichter, Ferdinand v. Pichl zu Zell am Ziller und Joseph Auer zu Stumm; die Distriktsinspektoren Georg Margreiter von St. Johann, Thomas Moser von Ellmau und . . . . . .
In der Diözese Trient:
Der Dechant von Meran, Johann Nep. v. Tschiederer; der Dechant von Lana, Joseph Penn; der Dechant von Civezzano, Karl Tonini; und der Schuldistriktsinspektor von Vezzano, Joseph Andreis, Kurat zu Traveggio; überdies der Kurat zu Darzo, Johann Scarpari, welcher der dortigen Schule ein Kapital von 373 fl. schenkte; der Kurat von Moerna, Dominik Corsetti, der unentgeldlich die dortige Schule versieht und das Schullokal darleiht; Magdalena Spagnoli, welche zu Aldeno die Mädchenschule unentgeldlich halet und die armen Mädchen aus ihrem Eigenen mit Büchern und anderen Erfordernissen versieht; Joseph Pircher von Sirmian, der das Schulzimmer unentgeltlich in seinem Hause angewiesen hat; der Kurat von Vöran, Anton Locher, welcher zum Bauplatz für eine Schule eine Wiese im Werthe von 550 fl., dann die Bestreitung aller übrigen Baukosten angebothen hat; endlich Anton Ferrari, Kurat zu Branzoll, welcher das Schullokale und die armen Kinder mit allem Nohtwendigen versieht.
In der Diözese Brixen:
Der k. k. Gubernialrath und Kreishauptmann zu Schwaz, Daniel Mensi; Alois Graf v. Tannenberg . . . .
Auch in diesem Monat
- Der Bote für Tirol1819–18294 Schlagwörter
Sperrung der Stilfser-Joch-Straße für Fuhrwerke und Kutschen
Die Behörden geben bekannt, dass die neue Straße vom Stilfser Joch bis in die Ebene von Prad wegen der Bauarbeiten für Fuhrwerke und Kutschen gesperrt wird. Die Passage bleibt vorerst nur für Fußgänger, Pferde und den Postkarren geöffnet. Die Wiedereröffnung soll zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt werden.
1825 im Überblick
Das Jahr 1825 war im Meraner Raum stark von bedeutenden Infrastrukturprojekten und administrativen Entwicklungen geprägt. Im Vordergrund stand dabei die Eröffnung und schrittweise Ingebrauchnahme der neuen Passstraße über das Stilfser beziehungsweise Wormser Joch als wichtige alpenländische Handelsverbindung. Daneben spiegeln die Verpachtung der Egarts-Bade-Anstalt, lokales Stiftungswesen sowie offizielle Gedenk- und Trauerfeiern den gesellschaftlichen und institutionellen Alltag dieser Epoche wider. →
Zitieren & Teilen
"Anerkennung für Förderer des Volksschulwesens im Jahre 1824." Der Bote für Tirol, 14. Juli 1825. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/14.07.1825/150163/1. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1825-07-14-anerkennung-fuer-foerderer-des-volksschulwesens-im-jahre-1824