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Spende der Stadt Meran für verwundete Soldaten in Italien

Zusammenfassung

Bürgermeister Joseph Valentin Haller übermittelt dem Militärkommando eine Spendensumme von 210 Gulden aus Meran für verwundete Soldaten der Schlachten von Custozza und Novara, insbesondere für das Kaiserjäger-Regiment. Feldmarschall-Lieutenant Eliatschek bestätigt den Empfang und dankt der Stadt für die patriotische Zuwendung.

Vollständige Transkription

Oesterreichische Monarchie.

Dem unterzeichneten Militär-Commandanten ist vom löblichen Stadtmagistrale Meran durch den Herrn Bürgermeister Joseph Valentin Haller nachstehendes Schreiben mit dem Betrage von 210 fl. RW. übergeben worden:

Hochwohlgeborner Herr Feldmarschall-Lieutenant!

In zwei Feldzügen sind wir nun dem Siegesläufe unserer, über jedes Lob erhabenen Armee in Italien gefolgt, mit einem Gefühle des Bangens über das traurige Loos der Zukunft so manches edlen, muthigen Kriegers, wenn gleich mit jener Zuversicht auf den glücklichsten Erfolg, den die gerechte Sache und der Geist einer solchen Armee, unter solchen Führern uns allen hat einflößen müssen.

Diese Armee kann um ihr Selbstgefühl, mit welchem sie vor Europa dasteht, nur beneidet werden; denn in der Anerkennung ihres greisen Heldenführer liegt das Urtheil einer ganzen Welt; sein Lob allein bürgt ihr den unvergänglichen Ruhm, und unserem Kaiserstaate die Erhaltung der geliebten Dynastie, die Feststehung des Gesetzes und die Wiederkehr allgemeiner Ordnung und Ruhe.

Als Zeichen dieser innigsten Ueberzeugung übersendet Ihnen, Hochwohlgeborener Herr Feldmarschall – Lieutenant, die Stadt Meran die Summe von 210 fl. RW. Freiwilliger Beiträge für die verwundeten Sieger von Custozza und Novara zur vorzüglichen Bedachtnahme unseres tapferen Kaiserjäger-Regimentes.

Darin sei auch unsere Bewunderung, unsere Liebe und unser Dank ausgesprochen, den wie dieser — einer solchen Armee! — zu zollen uns gedrungen fühlen.

Genehmigen der Hochwohlgeborne Herr Feldmarschall- Lieutenant, — mit der Bitte, diesen kleinen Beitrag seiner Bestimmung zuführen zu wollen, — die Ausdrücke vorzüglicher Verehrung und Hochachtung, womit besteht

Der ergebenste Stadtmagistrat.

Meran, am März 1349. „Joseph Val. Haller, Bürgermeister.“

Ich bringe diese hochherzige und patriotische Gabe mit gerührtem Herzen und dem wärmsten Danke zur öffentlichen Kenntniß, und werde dieselbe gewissenhaft der beabsichtigten Bestimmung zuführen.

Innsbruck, am 2. April 1849.

Der Militär – Commandant: Eliatschek, Feldmarschall – Lieutenant.

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"Spende der Stadt Meran für verwundete Soldaten in Italien." Der Bote für Tirol, 3. April 1849. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/03.04.1849/152766/2. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1849-04-03-spende-der-stadt-meran-fuer-verwundete-soldaten-in-italien