Katholische Blätter aus TirolOriginalquelle ansehen

Der Nachlass von Dekan Joseph Penn und die Pfarrkirche Meran

Zusammenfassung

Ein Korrespondent aus Meran erinnert an den verstorbenen Stadtpfarrer und Dekan Joseph Penn, dessen Nachlass die umfangreiche Restaurierung der Pfarrkirche maßgeblich finanzierte. Penn vermachte sein Vermögen zu gleichen Teilen den Kirchen in Meran und Tirol sowie der dortigen Armenfürsorge.

Vollständige Transkription

Beilage zu den kathol. Blättern 1846, Nr. 14.

Tirol.

Meran, 27. März. (Korresp.) Ehre, wem Ehre gebührt! Schon wiederholt geschah in Ihrem geschätzten Blatte der Restauration sowohl, die unserer ehrwürdigen Pfarrkirche im vorigen Jahre widerfahren, als auch des dabei bethätigten Kunstsinnes und guten Geschmackes der Bewohner Merans sehr rühmliche Erwähnung. Allein noch nie ward, meines Wissens, Desjenigen gedacht, ohne dessen Großmuth, ungeachtet alles guten Geschmackes der Meraner und der schon lange anerkannten Nothwendigkeit, eine Restauration in solchem Maßstabe wohl noch lange in´s Reich der frommen Wünsche gehören würde. Der Edle, dem unser Gotteshaus hauptsächlich seinen gegenwärtigen würdigen Zustand verdankt, ist unstreitig der vor nun bald zwei Jahren verstorbene hiesige Dekan und Stadtpfarrer Joseph Penn, der durch letztwillige Anordnung seinen ganzen beträchtlichen Nachlaß, über Abzug einiger völlig unbedeutender Legate, a. der Pfarrkirche von Meran, b. der Pfarrkirche zu Tirol (bekanntlich ist die Pfarre von Tirol mit jener von Meran vereinigt), und c. dem Armenfonde zu Tirol zu gleichen Theilen vermachte. Ich hoffe, diese Nachricht sollte, wohl auch noch aus einer andern Rücksicht, Raum in ihrem verehrten Blatte verdienen.

Auch in diesem Monat

Zitieren & Teilen

"Der Nachlass von Dekan Joseph Penn und die Pfarrkirche Meran." Katholische Blätter aus Tirol, 6. April 1846. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/62978/1/06.04.1846/289181/18. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1846-04-06-der-nachlass-von-dekan-joseph-penn-und-die-pfarrkirche-meran