Ueber die Stadt Meran in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima.
Vorwort und redaktionelle Einordnung des 1837 erschienenen Werkes von Dr. Johann Nepomuk Huber über Meran und dessen Heilklima. Die Schrift gilt als Meilenstein und begründete Merans Aufstieg zur weltberühmten Kurstadt.
Vollständige Transkription
Nebst Bemerkungen über Milch-, Molken- und Traubenkur und nahe Mineralquellen.
(Mit Karte der Umgebung. – Wien, Gedruckt (45 Seiten) bei A. Strauß´s sel. Witwe. – 1837)
Vorwort.
Indem ich das, was ich in Meran beobachtet habe, niederschreibe, ist es keineswegs meine Absicht, eine vollständige Topographie der Stadt und Umgebung zu geben. Zu bewegt und zu kurz war mein Aufenthalt daselbst, um das zu leisten, was einer längern und schärfern Beobachtung überlassen bleibt. Ich wollte die Vorzüge des Klima´s dieser Gegend den Auswärtigen deutlicher machen und die mannigfaltigen Heilmittel andeuten, welche sich dem Kranken hier darbieten. Zugleich suchte ich den Bewohnern Winke zu geben, die sich auf die allgemeine Gesundheit und den Wohlstand beziehen. Habe ich diesen Zweck erreicht, konnte ich meinen Mitmenschen und Mitbürgern nützlich sein, so sind meine innigsten Wünsche erfüllt. Der Verfasser.
(A. d. R.) Das Buch ist ein historischer Meilenstein für die Region. Es handelt sich dabei um das 1837 in Wien erschienene Werk „Ueber die Stadt Meran in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima“ von Dr. Johann Nepomuk Huber. Dieses nur 45 Seiten umfassende Buch gilt als die Geburtsstunde Merans als weltbekannte Kurstadt, in der er mit Fürstin Mathilde von Schwarzenberg weilte.
Der vollständige Titel: „Ueber die Stadt Meran in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima: Nebst Bemerkungen über Milch-, Molken- und Traubenkur und nahe Mineralquellen.“
Der Hintergrund: Dr. Huber war der Leibarzt der kranken Fürstin Mathilde Schwarzenberg. Er behandelte sie in Meran und stellte fest, wie positiv sich das milde, mediterrane Klima und die lokalen Naturheilmittel auf ihre Gesundheit auswirkten. Zudem hatte er sich im Jahr zuvor (1836) bei der Bekämpfung der Cholera in Meran große Verdienste erworben.
Die Wirkung: Mit dieser medizinischen Abhandlung machte er die therapeutischen Vorzüge Merans erstmals im Wiener Kaiserhof und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Er legte damit die wissenschaftliche Basis für die späteren „Kuren“, die Jahrzehnte danach auch Prominenz wie Kaiserin Sisi anzogen.
Auch in diesem Monat
- 1830er4 Schlagwörter
Karte der Umgebung 1837
Diese historische Karte von Dr. Johann Nepomuk Huber, zeigt die Umgebung von Meran im Jahr 1837. Auf der Karte sind die topografischen Gegebenheiten des Burggrafenamts, der Flussverlauf (Passer/Etsch) sowie umliegende Ortschaften und Höfe detailliert eingezeichnet., die mit Buchstaben (A, B, C, D, E) und Nummern markiert sind. Siehe > Erklärung der Zeichen und Nummern
- 1830er5 Schlagwörter
Legende zur Karte.
Das Bild zeigt eine historische Legende der Karte von Dr. Johann Nepomuk Huber, aus der Umgebung von Meran und des Burggrafenamts.
1837 im Überblick
Das Jahr 1837 in Meran war einerseits von den dramatischen Folgen schwerer Winter- und Lawinenunglücke geprägt, andererseits aber auch von bedeutsamen Schritten zur Etablierung als Kurort. Maßgeblich dafür waren der hochrangige Besuch der Königin-Mutter Maria Isabella von Neapel sowie die Veröffentlichung von Dr. Johann Nepomuk Hubers wegweisendem Werk über das Heilklima. Ergänzt wurden diese Entwicklungen durch lokale Ereignisse wie die Gedenkfeier für Andreas Hofer und administrative Neuerungen. →
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"Ueber die Stadt Meran in Tirol, ihre Umgebung und ihr Klima.." Buch, 1. August 1837. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/20098/3/issueId-206885-currentDate-.html. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1837-08-01-ueber-die-stadt-meran-in-tirol-ihre-umgebung-und-ihr-klima