Tödliche Lawinenunglücke im Vinschgau
Ein Bericht aus Glurns schildert schwere Lawinenunglücke um Weihnachten 1836 auf den Hochgebirgsstraßen um Trafoi und Stilfs. Ein Postexpeditor, ein Straßenaufseher sowie ein junger Mann verloren in den Schneemassen ihr Leben.
Vollständige Transkription
Anhang.
Aus Glurns wird uns unterm 29. Dez. berichtet: Am jüngstverflossenen Christtage ist der 23jährige Postexpeditor Johann Ortler von Franzenshöhe und der Straßenaufseher Peter Casnati, als sie von Trafoi aus der Kirche heimfuhren auf den Wendeln durch eine Schneelavine in die Tiefe hinab geschleudert, und darunter begraben worden. Ungeachtet die Bewohner der nächstgelegenen Gemeinden Stilfs und Brad sogleich zur Nachsuchung geeignet aufgemuntert wurden, so ist bei den ungeheuren Schneemassen, neuerlichem Lavinensturz und Unzugänglichkeit der Umgebungen jenes Hochgebirges nicht einmal die Auffindung, viel weniger die Rettung der Verunglückten zu gewärtigen. — Am Tage darauf ging der 18jährige Jakob, Sohn des Stephan Tröger vom Löschhofe, der Gemeinde Brad, mit zwei Kameraden zur Kirche, wurde ebenfalls von einer Lavine überfallen und rettungslos getödtet, während seine zwar auch im Schnee begrabenen Begleiter mit dem Schrecken davon kamen.
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1837 im Überblick
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"Tödliche Lawinenunglücke im Vinschgau." Der Bote für Tirol, 5. Januar 1837. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1837-01-05-toedliche-lawinenungluecke-im-vinschgau