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Unerwartete Bärenbegegnung bei Laatsch

Zusammenfassung

Bericht über den Holzfäller Franz Thoma, der sich bei Laatsch im Gericht Glurns erfolgreich mit Axt und Ast gegen den Angriff einer Bärin zur Wehr setzte. Ein herbeigerufener Jäger erlegte das Tier schließlich.

Vollständige Transkription

Miszelle.

Am 12. d. M. wurde Franz Thoma eine halbe Stunde vom Dorfe Laatsch, Landgerichts Glurns, als er Holz schlug, plötzlich von dem Anblicke einer 8 — 9 Jahre alten Bärin überrascht und durch deren Leben bedrohende Annäherung zur Nothwehre genöthiget. Ein Schlag mit der Holzaxt betäubte das brüllende, wahrscheinlich von Hunger entkräftete Raubthier, mehrere Streiche mit einem Baumaste streckten es zu Boden, mittlerweile holte der 15jährige Paulmichl — der mit 2 Frauenspersonen in einiger Entfernung dem seltenen Zweikampfe zusah — einen Jäger herbei, dessen Schuß die letzten Lebensreste auslöschte. Der herzhafte Thoma ist nichts weniger als von herkulischem Körperbaue, vielmehr kleiner und hagerer Statur; auch wird es nicht leicht ein ähnliches Beispiel von solcher ohne eigentliche Waffen vollbrachten Ueberwältigung eines ausgewachsenen Bären geben.

1836 im Überblick

Das Jahr 1836 in Meran und Umgebung war geprägt von extremen Wetterumschwüngen im Februar mit Stürmen, starkem Schneefall und rasanten Temperatur- sowie Luftdruckschwankungen. Zudem sorgte im März ein Bärenangriff im Gericht Glurns für Aufsehen, bei dem sich ein Holzfäller erfolgreich verteidigte. Diese Ereignisse dokumentieren die naturräumlichen und klimatischen Bedingungen der Region in jener Zeit.

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"Unerwartete Bärenbegegnung bei Laatsch." Der Bote für Tirol, 21. März 1836. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/21.03.1836/151278/3. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1836-03-21-unerwartete-baerenbegegnung-bei-laatsch