Ungewöhnlicher Witterungswechsel und Wetterkapriolen im Winter 1836
Ein Bericht über die extremen Wetterumschwünge des Winters 1836 mit Stürmen, starkem Schneefall und plötzlichem Tauwetter in Südtirol und im Inntal. Auch rasante Luftdruck- und Temperaturschwankungen werden beobachtet, die mit einem augenzwinkernden Verweis auf das Regentschaftsjahr der Venus erklärt werden.
Vollständige Transkription
Verschiedenes.
Aus allen Gegenden laufen Nachrichten von dem ungemeinen Wechsel der Witterung im heurigen Jahre ein. Außerordentliche Stürme toben, ungeheuere Massen Schnee fallen, und plötzlich stellt sich sodann auf kurze Zeit Thauwetter ein. Eben so lauten die Berichte aus Südtirol und in unserm Innthal ist es bis jetzt nicht anders. Seit Neujahr war es nichts seltenes, den Barometer in wenigen Stunden von seinem höchsten Stande bis zum tiefsten sinken zu sehen, und umgekehrt; eben so zeigte das Thermometer oft in zwölf Stunden einen Unterschied von 15 bis 18 Graden. Wundern wir uns indessen nicht über diesen launenhaften Wechsel der Witterung, denn die Welt wird im J. 1836 regiert von — einer Dame — Venus!
1836 im Überblick
Das Jahr 1836 war in Merano und der Region von extremen Wetterbedingungen im Winter, lokalen Ereignissen wie einem Brand in Mals sowie bedeutsamen Personennachrichten geprägt. Neben den kaiserlichen Feierlichkeiten im Frühjahr bildete der Tod von Anna Ladurner, der Witwe Andreas Hofers, im Dezember einen historischen Schlusspunkt des Jahres. Solche Berichte dokumentieren sowohl den Alltag als auch den Wandel der Zeit im Tirol des 19. Jahrhunderts. →
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"Ungewöhnlicher Witterungswechsel und Wetterkapriolen im Winter 1836." Der Bote für Tirol, 25. Februar 1836. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/25.02.1836/151271/4. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1836-02-25-ungewoehnlicher-witterungswechsel-und-wetterkapriolen-im-winter-1836