Blitzschlag in die Filialkirche St. Ulrich in Plars
Am 29. Juni 1838 schlug der Blitz in die Filialkirche St. Ulrich in Plars ein und verursachte schwere Schäden am Turm, am Kirchengewölbe und an der Innenausstattung. Eine der drei anwesenden Frauen kam ums Leben, zwei weitere erlitten Verletzungen.
Vollständige Transkription
Anhang.
Am 29. v. M. Juni Mittags schlug der Blitz in die Spitze des Kirchthurmes der St. Ulrich-Filialkirche in Plars ein, zertrümmerte das Thurmdach und den Dachstuhl, beschädigte den Glockenstuhl; schlug sodann durch die Mauer des Thurmes in das Gewölb der Kirche, fuhr von diesem auf einen zu unterst in der Kirche stehenden Fahnenkasten herab, welchen er sammt den darin aufbewahrten Fahnen ganz zertrümmerte, und nahm sohin seinen zerstörenden Lauf durch die Kirchstühle nach dem Hochaltare, beschädigte den Tabernakel und warf ihn auf die Altarstufen herab. Welchen Ausweg er aus der Kirche genommen habe, ließ sich nicht erheben.
Während der Blitz einschlug, befanden sich drei Weibspersonen in der Kirche, wovon eine getödtet, und die andern zwei beschädiget wurden.
1838 im Überblick
Das Jahr 1838 war in der Region Meran von der Pflege regionaler Identität, bedeutenden Persönlichkeiten und den Vorbereitungen auf den Tourismus geprägt. Im Mai standen kaiserliche Ehrungen für die Familie Andreas Hofers im Passeiertal und die Eröffnung des Mitterbads im Ultental im Mittelpunkt. Im Juni wurde zudem des verstorbenen Theologen Johann Adam Möhler und dessen Wirken vor Ort gedacht. →
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"Blitzschlag in die Filialkirche St. Ulrich in Plars." Der Bote für Tirol, 30. Juli 1838. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/30.07.1838/151524/4. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1838-07-30-blitzschlag-in-die-filialkirche-st-ulrich-in-plars