Ungewöhnlich milde Winter in historischen Chroniken
Der milde Winter des Jahres 1834 veranlasst einen Rückblick auf historische Chroniken über außergewöhnlich warme Winter in den Jahren 1186 bis 1429. Diese führten zu verfrühten Ernten von Obst, Wein und Getreide sowie zu besonders niedrigen Lebensmittelpreisen.
Vollständige Transkription
Die warme Witterung dieses Winters führt zu Vergleichungen mit frühern ähnlichen Jahren. Nach alten Chroniken waren solche die Jahre 1186, 1289, 1394, 1420 und 1429. In diesen Jahren hatte man im Februar zeitige Erdbeeren, die Aepfelbäume blüheten am Ende Jänner und im Februar hatten die Aepfel die Größe einer Haselnuß. Im April standen die Trauben in der Blüthe und Anfangs August fand die Weinlese statt. Das Getreide wurde im Mai geschnitten. In Folge dieser Witterung und der zeitigen Erndten trat in den gedachten Jahren eine ungemeine Wohlfeilheit ein. So wurde z. B. der Scheffel Korn mit 12 Pfenningen und der Eimer Wein mit 10 Kreuzern und 4 Hellern bezahlt.
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"Ungewöhnlich milde Winter in historischen Chroniken." Der Bote für Tirol, 23. Januar 1834. https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/23.01.1834/151053/3. https://www.meran-archive.com/de/artikel/1834-01-23-ungewoehnlich-milde-winter-in-historischen-chroniken